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Shopping Center CANO

Das neue Einkaufserlebnis für Singen

Ort: Singen

Kategorie: Shoppingcenter & Retail

Shoppingmall CANO Singen – modernes innerstädtisches Einkaufserlebnis im Zusammenspiel von vulkanischem Erbe und industrieller Tradition

Architekturkonzept
Die architektonische Gestaltung des Cano passt sich perfekt an die vorhandene Stadtarchitektur an. Die dunkle Steinfassade erinnert in ihrer Materialität an das Lavagestein der Hegau-Region. Elemente mit gold-bronze-changierender Oberfläche setzen edle Akzente und bilden einen gelungenen Kontrast zu der dunklen Fassade. Eine starke Plastizität der Fassaden sowie deren Öffnung nach außen, z.B. mit großen Schaufenstern im Erdgeschoss, soll auch gestalterisch eine Verbindung zum Außenraum schaffen.

Auch die Architektur und das Design im Inneren des Centers orientieren sich am vulkanischen Erbe der Region und der industriellen Tradition der Stadt – zum Beispiel mit der Interpretation geologischer Strukturen durch weiche Formen und warme Farben sowie eine Deckengestaltung in übereinander liegenden Schichten. Ein ganz besonderes Highlight im Cano ist der Foodcourt im industriellen Loftstyle, der mit zahlreichen Cafés und Restaurants kulinarische Abwechslung und noch mehr Leben nach Singen bringt.

KOBER LICHTPLANER entwickelten gemeinsam mit der ECE ein Beleuchtungskonzept, welches sowohl auf die organische Architektur eingeht, als auch ein verbindendes Glied zwischen Innen und Außenbereich und zwischen den fließenden Naturthemen und dem offenen Industriecharme der Mall darstellt.

Innen-Außenbezug über Licht
Die innerstädtisch integrierte Mall verfügt über große Fassadenöffnungen, die einen starken visuellen Bezug zwischen innen und außen ermöglichen Das Lichtkonzept macht das lebendige Treiben im Inneren der Mall mit großer Fernwirkung von außen erlebbar. Plastische 3-D-Linsensonderleuchten für die Grundbeleuchtung erzeugen dabei einen blendfreien Brillianzeffekt und betonen über im Vorfeld definiertes Streulicht die industriellen Deckenstrukuren mit eloxierten Materialien und Drucken. Sie sind in unregelmäßigen organischen Schwarmmustern angeordnet und verändern ihre Farbtemperatur über den Tagesverlauf in einem Spektrum von 1.800K bis 4.000K. Die tiefen Raumstrukturen der Mall werden dadurch von außen sichtbar und machen neugierig auf einen Besuch. Der Foodcourt funktioniert wie ein innerstädtischer Platz. So wird aus dem tageslichtdurchfluteten Platz am Abend durch die atmosphärische Beleuchtung und die großzügigen Fassadenöffnungen ein loungiges Bistro-Restaurant mit anziehender Strahlkraft in den öffentlichen Raum.
Grundbeleuchtung Verkehrszonen

Die Grundbeleuchtung der Gänge verwendet bewusst die sonst üblichen diffusen Flächenleuchten nicht, sondern setzt auf unsichtbare Beleuchtung brillante Beleuchtung der Verkehrszonen aus einem schwarzen Kanal heraus, welche der Laufrichtungen der mäandernde Gangstrukturen visuell folgt. Die eingesetzten Leuchten sind so geplant, dass sie kein reflektierendes Licht auf die Schaufenster zulassen, wodurch der Einblick blendfrei gewährleistet ist. Helligkeit und Farbtemperatur (tunable white von 1.800K – 4.000K) der Verkehrszonenbeleuchtung interagieren mit dem Tageslichteinfall und werden über den Tagesverlauf harmonisch aufeinander abgestimmt, um Kontraste zwischen Tages- und Kunstlicht zu minimieren. Die künstliche Beleuchtung orientiert sich dabei an den Vorgaben des natürlichen Tageslichtverlaufes: morgens und abends warme und leicht gedimmte Lichtszenen, tagsüber hohe Lichtintensität und kühleres Licht.

Lichtakzente als Orientierungspunkte
Orientierung ist von hoher Bedeutung in Shoppingcentern dieser Größe und Licht kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Verkehrsknotenpunkte wie Eingänge, Rolltreppenantritte, Liftlobbys oder WC-Zugänge wurden mit engen Lichtkegeln und 4.000K kühlen Lichtakzenten aus dem schwarzen Lichtkanal heraus subtil und deutlich wahrnehmbar betont.

Objektleuchten
Neben der warmen Farbtemperatur dienten auch diverse projektspezifische Objektleuchten dazu, der industriellen Architektur eine angenehme und wohnliche Aufenthaltsqualität zu geben. Eingesetzt wurden Pendel- und Wandleuchten aus Rauchglas und in Form von Bronzezylindern mit Goldreflektoren im Einklang mit dem Interior Design Konzept.
Zahnräder als Bezug zur Industriekultur von Singen
Die Region Singen ist geprägt von Zahnradfertigung. Dieser industriekulturelle Bezug wurde durch fast 3m große Objektleuchten an der Decke hergestellt, welche abstrakt ein überdimensionales Zahnrad symbolisieren. Die zahnradtypische Bewegung wurde durch über DMX einzelansteuerbare OLED-Panels simuliert, die amberfarben langsam optisch pulsieren und rotieren und damit gleichzeitig die industriellen Rohrstrukturen der Decke subtil ins Szene setzen. Die von uns streng grafisch gestalteten Rohrstrukturen dienen gleichzeitig als Befestigungspunkte für zylindrische Grund- und Akzentbeleuchtung.

Gobo-Projektion
Die Canyon-artigen Lichtschächte wurden in Anlehnung an die Vulkanlandschaft der Region gestaltet. Zentrales visuelles Element in den Lichtschächten ist das illuminierte Logo der Shoppingmall, welches in seiner Plastizität randscharf durch präzise Projektionsstrahler akzentuiert wird. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass die Projektoren nicht rechtwinkelig zur Projektionsfläche angeordnet werden konnten. Mittels Messgobos wurde eine Key-Stone Korrektur berechnet, um die positionsbedingte Verzerrung im maßgefertigten Gobo zu kompensieren. Im Ergebnis treten die großen Logos plastisch und wie von innen beleuchtet aus der Fassade hervor.
Außen- und Fassadenbeleuchtung

Das CANO gliedert sich in das innerstädtische Umfeld nahtlos ein, so dass die Fassadenbeleuchtung reduziert wurde und nur einige hinterleuchtete Grafikfelder das Thema der Industriekultur dezent aufgreifen. Ansonsten nutzt die Mall die Strahlkraft der Innenbeleuchtung: frei nach dem Motto „Licht lockt Leute“ wirkt das atmosphärisch beleuchtete Treiben im Innern über die großzügigen Fassadenöffnungen anziehend in den öffentlichen Raum.

Lichtsteuerung & Nachhaltigkeit
Die gesamte Beleuchtung wird digital über DALI bzw. DMX gesteuert. KOBER Lichtplaner haben die einzelnen Lichtszenen und -sequenzen vorgegeben und vor Ort eingeleuchtet.
Neben der Erlebnis- und Aufenthaltsqualität der Beleuchtung lag ein besonderer Fokus auf der Reduzierung des Energieverbrauchs und der Nachhaltigkeit der eingesetzten Systeme.

Zahlen, Daten & Fakten
165 Mio. € Investition, 16.000 qm Verkaufsfläche, 85 Shops
Generalübernehmer: ECE Projektmanagement GmbH & Co.KG
Generalplanung: ECE Projektmanagement GmbH & Co.KG
KOBER Lichtplaner: Leistungsphasen 2-8
Beleuchtungskonzept: ECE AC Lighting (PMOPU) mit KOBER Lichtplaner